Die Klimadetektive und der stromfreie Tag

 

Im Schuljahr 2013/14 werden die Energiespartipps von unserem im letzten Schuljahr erstellten Energiesparkalender umgesetzt. Zu Beginn jeden Monats gehen die Umweltsheriffs aus der Klasse 3a in jede Klasse, stellen das Monatsthema vor und geben Tipps wie im jeweiligen Monat die Umwelt geschützt und Energie eingespart werden kann.

Frau Gutheil von der Bayerischen Architektenkammer besuchte im März dreimal die Klasse 3a und führte mit den SchülerInnen das Projekt „Klimadetektive“ durch.

In einer ersten Einheit informierte Frau Gutheil die SchülerInnen über den Klimawandel, umweltfreundliche Bauweisen und Heizungsmöglichkeiten.

Dabei wurde auch mit unserem Hausmeister Herrn Rothemel das Heizkraftwerk in unserer Schule besichtigt.

 
Die SchülerInnen machten sich Gedanken über den Klimawandel und über mögliche Energiesparmaßnahmen.



In der nächsten Einheit durften die Klimadetektive eine Schulhausuntersuchung durchführen. Zunächst erklärte Frau Gutheil worauf man beim umweltfreundlichen und energiesparenden Bauen achten muss. Die SchülerInnen beantworteten einen Fragebogen zur Bauweise unseres Schulhauses (siehe Anhang).


Anschließend hatten sie in Kleingruppen verschiedene Untersuchungsaufgaben:

Wie dick sind die Wände unseres Schulhauses?

 

Wie viele Fenster hat jedes Klassenzimmer? 

Sind die Fenster nach Süden ausgerichtet?

Wie grün ist unser Schulhof?


Es gibt eine Solarzelle im Atrium.

 

Die Klimadetektive stellten die Ergebnisse ihrer Schulhausuntersuchung vor.

 

In der letzten Einheit stellte Frau Gutheil verschiedene umweltfreundlich gebaute Wohnhäuser vor. Sie brachte auch verschiedenste Baumaterialien mit. So konnten die SchülerInnen die Baustoffe mit allen Sinnen erleben.

 

Dann entwarfen die SchülerInnen ihr eigenes umweltfreundliches Traumhaus.

 

 

In der anschließenden Auseinandersetzung mit der Bauweise unseres Schulhauses stellten wir fest, dass es einige gute Ansätze gibt und dass einiges noch verbessert werden könnte. Zum Beispiel könnte man Solaranlagen auf dem Flachdach der Schule installieren und so umweltfreundlich Strom erzeugen. Die SchülerInnen vergaben Noten für die Kriterien für eine umweltfreundliche Bauweise. Dabei schnitt unser Schulhaus zwischen den Noten 2 bis 4 ab.

 

Da allerdings unsere Einflussmöglichkeiten auf die Bauweise unseres Schulhauses begrenzt sind, kamen die SchülerInnen auf die Idee durch einen stromfreien Tag besonders viel Strom einzusparen.

 

In Zusammenarbeit mit der Mittelschule Insel Schütt gingen die Umweltsheriffs der Grundschule und der Mittelschule gemeinsam durch die Klassen und informierten über Einsparmöglichkeiten des Stromverbrauchs.

 

Mit Strommessgeräten wurde der Stromverbrauch von Overheadprojektor, Computer, CD-Player, Smartboard usw. gemessen.

Gemeinsam planten wir für Freitag, den 6. Juni 2014 einen stromfreien Schultag. Dabei stießen die SchülerInnen auch an Grenzen. Beispielsweise kann das Sekretariat nicht vollkommen auf Strom verzichten. Es wurde dort versucht circa eine Stunde ohne Strom auszukommen, wobei allerdings Telefon und Fax in Betrieb bleiben mussten.

Am stromfreien Tag konnten die GrundschülerInnen verschiedene Stationen durchlaufen.

Die SchülerInnen machten sich Gedanken zum stromfreien Tag

 

Die SchülerInnen entwarfen Plakate für den stromfreien Tag

 

Mahlen mit der Kaffeemühle: Küchengeräte wie in alten Zeiten

 
Mit Begeisterung gestalteten die SchülerInnen kleine Papiertütchen. Dann mahlten sie die Kaffeebohnen mit der Kaffeemühle. Den selbstgemahlenen Kaffee füllten sie in ihr Tütchen und brachten es den Eltern als Geschenk mit.



 

Stockbrot backen

 

Kräuterbutter schütteln


       
Hüte aus Zeitungspapier basteln



Spielen wie zu Omas und Opas Zeiten:

Die SchülerInnnen lernten Spiele ohne technische Geräte kennen.

 

Erzähl mal wie es früher war:

Es wurden Geschichten vom Leben früher erzählt, z.B. wie Oma Wäsche waschen musste oder wie weit die Kinder damals zu Fuß in die Schule laufen mussten.

 

An Informationswänden konnten die SchülerInnen sich über umweltfreundliche Energien infomieren und anschließend ihren Stromspartipp aufschreiben.

 


Schreiben wie in früheren Zeiten:

Die SchülerInnen konnten mit Tintenfass und Feder, mit Griffel und Schiefertafel oder auf der Schreibmaschine schreiben.

 

Erdbeerlimo:

 

Mit Muskelkraft wurden die Erdbeeren mit der Gabel zerkleinert und mit Wasser und Zucker zu leckerer Limo gemischt.

 

Einkauf der frischen Erdbeeren aus dem Frankenwald

 

Im Anschluss an den Stationenlauf wurden die Stationen in den Klassen besprochen und ein Bewusstsein für den persönlichen Energieverbrauch geschaffen. Die SchülerInnen erkannten, dass man vieles auch ohne Strom machen kann und dadurch unser Klima schützen kann. In der heutigen Zeit ist es aber teilweise auch gar nicht mehr möglich ohne Strom auszukommen. Aber es ist sinnvoll hin und wieder bewusst einen Tag zu planen in der Schule oder zu Hause an dem man bewusst auf Strom verzichtet. Je häufiger man das schafft, desto mehr schützt man das Klima.

 

Die Klasse 3a gestaltete individuelle, handgeschriebene Urkunden für jede Klasse, die die Teilnahme am stromfreien Tag honorieren und zum weiteren Strom sparen auffordern sollen.